MUSKULOSKELETTALE PHYSIOTHERAPIE – WAS WIRKT, WENN ES WIRKT?

HWS Dysfunktion bei Schwindel – Folgeeffekt, beitragender Faktor oder Causa principalis?

Samstag, 14:50-15:10 Uhr

Referent/in

Elke Schulze

Inhalt

Der Vortrag „HWS Dysfunktion bei Schwindel – Folgeeffekt, beitragender Faktor oder Causa principalis?“ setzt sich mit den Ursachen und Folgen von Schwindelsymptomen auseinander. Der Zuhörer bekommt einen Überblick über die wichtigsten Schwindelerkrankungen und erfährt in wie weit die Region HWS eine Rolle spielen kann.

Basierend auf einem Modell der Mechanismen des Gleichgewichtssystems und möglichen Störquellen werden die häufigsten Schwindelerkrankungen wie peripher-vestibuläre Erkrankungen, Herzkreislauf- und Gefäßerkrankungen, Störungen des Sensomotorischen Systems, zentrale Erkrankungen wie die Vestibuläre Migräne oder psychogene Schwindelerkrankungen erschlossen. Mögliche Zusammenhänge hinsichtlich Begleiteinflüssen oder Folgeeffekten, die mit der Region Halswirbelsäule in Zusammenhang stehen können, werden veranschaulicht. Weiterführend geht der Vortrag darauf ein, ob oder unter welchen Voraussetzungen die cervicale Region als eine Hauptursache für eine Schwindelsymptomatik verantwortlich gemacht werden kann. Hierbei wird auf signifikante Therapieeffekte der Manuellen Therapie in Studien, die einen hohen Evidenzlevel haben, hingewiesen und eine mögliche Definition für den Begriff „Cervicogener Schwindel“ diskutiert.

Literatur:

Magnusson, M. et Malmström, E. M. (2016). The conundrum of cervicogenic dizziness. Handbook of Clinical Neurology, 137, 365-369.

Reid, S. A., Callister, R., Snodgrass, S. J., Katekar, M. G. et Rivett, D. A. (2015). Manual therapy for cervicogenic dizziness: Long-term outcomes of a randomised trial. Manual therapy, 20(1), 148-156.

Herdman, S. (2007) Vestibular Rehabilitation. 3rd ed. F. A. Davis Company, Philadelphia.